Manifestation: Wie werden Wünsche Wirklichkeit?

Seit einigen Jahren häufen sich die Bücher, die uns über die Manifestation unserer Gedanken aufklären. Alles, was wir uns wünschen, wird wahr, heißt es dort. Alles, was wir befürchten, aber auch. Denn der Fokus unserer Aufmerksamkeit sei entscheidend, was wir in unser Leben ziehen.

Allerdings erfahren gerade viele Menschen, die diese Gedankenkraft zur bewussten Manifestation ihrer Wünsche anwenden wollen, dass es doch nicht ganz so einfach ist. Die kleinen Wünsche erfüllen sich zwar manchmal, bei den großen funktioniert es oft noch nicht. Zumindest nicht so schnell, wie wir das gerne hätten. Deshalb werden immer öfter Zweifel laut:  „Stimmt diese Theorie also doch nicht“, fragen viele. Hier meine Antwort auf diese Frage.

Ich selbst glaube an die Manifestation unserer Gedanken. Allerdings erhalten wir sie nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die wichtigste ist: Wir müssen reif genug sein, mit dieser „Macht“ auch umzugehen. Wir müssen selbstverantwortlich handeln können, bevor wir unsere inneren Grenzen verlassen dürfen.

Manifestieren erfordert Verantwortung

Vergleichen wir es doch einmal mit einem kleinen Kind, das gerade zu krabbeln und überall hochzuklettern beginnt. Es braucht Grenzen und einen sicheren Raum, damit es sich und seine Umwelt nicht gefährdet. Deshalb werden fürsorgliche Erwachsene diese Grenzen setzen, ihm einen Raum abstecken, in dem es sich bewegen kann, gefährliche oder wertvolle Dinge aber unzugänglich machen. Erst allmählich, unter Aufsicht und Anleitung wird es seinen Radius immer mehr erweitern können, wird laufen lernen, Fahrrad fahren, allein eine Straße überqueren, immer selbständiger werden.

So ähnlich lernen wir Menschen jetzt auch, unsere Bewusstseinsgrenzen zu erweitern. Das theoretische Wissen um die Manifestationsmacht ist vorhanden (vergleichbar mit den motorischen Fähigkeiten des Kleinkindes), doch die ersten Übungen damit werden und wurden uns zunächst nur innerhalb  unseres begrenzten „Spielplatzes“ erlaubt.

Manifestation der Wünsche

Manifestation: Erst wenn wir vom Sandkastenrowdy zum liebevollen Erwachsenen der Evolution werden – erst dann manifestieren sich alle unsere Wünsche

Und wie wir uns dort bisher aufgeführt haben, zeugt noch nicht von Reife. Im Gegenteil:  Wir haben alles verschmutzt, vieles kaputtgemacht, wir haben uns gegenseitig beim kleinsten Streit die „Sandschaufel über den Kopf gehauen“, wir haben unsere schönen Sandburgen immer wieder zerstört, wir schubsen uns gegenseitig von Leiter oder Kletterturm, nur weil jeder selbst als erster oben sein möchte. Nicht auszudenken, was wir erst alles angerichtet hätten, wenn wir freien Auslauf in die Welt gehabt hätten…

Doch irgendwann werden wir erwachsen, und um uns darauf vorzubereiten, werden wir jetzt bald in die Bewusstseins-Schule geschickt. Die „Vorschule“  dazu laufen im Moment schon immer mehr Menschen durch. Während die unwissenden Kleinkinder immer noch weiter zerstören, erkennen andere schon deutlich, dass es Zeit zum Um- und Weiterdenken ist.  Und dabei erfahren sie Unterstützung von ganz oben: Auch Gott, oder das Universum – oder wie immer wir diese Macht nennen wollen – hat wohl erkannt, dass die bisherige Laissez-Faire-Haltung nichts taugte. Deshalb wird  jetzt Aufräumen, Erhalten und Miteinander auf seinen Plan gesetzt.

Nur der göttliche Plan wird sich manifestieren

Der Maya-Kalender besagt ja, dass schon sehr bald die Phase des bewussten Erschaffens beginnt. Dass wir unsere Gedanken also immer schneller manifestieren können. Jedoch werden sich  dann nur noch diejenigen Gedanken manifestieren, die dem großen Plan dienen.

Also: Zerstören funktioniert nicht mehr, Kämpfen funktioniert nicht mehr, Beibehalten des egozentrischen Denkens funktioniert nicht mehr, so sehr sich manche das auch wünschen.

Unterstützt und manifestiert wird dagegen alles, was positive Schöpfung hervorruft. Alles, was dem Wohl aller Lebewesen dient, wird sich manifestieren. Alles, was der Restaurierung unserers Planeten dient, wird sich manifestieren. Alles Schöne, Gute, Liebende wird sich manifestieren. Alles, was dem persönlichen Lebensplan als Teil dieses großen Ganzen entspricht, wird sich manifestieren.

Nur unter diesen Voraussetzungen werden Wünsche Wirklichkeit.

Liebe als Voraussetzung für Macht

Hierzu ein Spruch (dessen Quelle ich leider nicht mehr weiß):

„Wahre Macht wirst du niemals erlangen, solange dir die Liebe fehlt. Wenn du aber wahre Macht erlangst, hast du die Liebe und kannst die Macht niemals missbrauchen.“

Ich dachte anfangs, mit diesem Spruch ist politische Macht gemeint. Jetzt ist mir klargeworden, er bezieht sich auf unsere Manifestations-Macht.

In diesem Zusammenhang ist es auch kein Zufall, dass immer mehr Leute auf der Suche nach der universellen Liebe sind, je näher die Zeit der bewussten Manifestationen herankommt. Und das Gute dabei: Wir alle erhalten  dabei Unterstützung, in diese wunderbare Schwingung der Liebe zu gelangen. Die kosmischen Vorgänge – seien es erdmagnetische Veränderungen, Sonneneinflüsse und/oder ein sichtbares Ereignis – werden alles so verändern, dass nur noch Liebe existiert.

Und wenn wir schließlich die Schule der Bewusstheit und der Liebe erfolgreich durchlaufen haben, werden auch unsere letzten Grenzen überflüssig. Dann können wir am universellen Leben teilnehmen, dann werden sich unsere liebevollen Gedanken in Echtzeit manifestieren, dann beherrschen wir die Kunst der Manifestation.

Ich freue mich schon darauf.

~~~

Weitere Beiträge zum Thema Manifestation sind hier zu finden.

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5 Gedanken zu „Manifestation: Wie werden Wünsche Wirklichkeit?

  1. ….Ja liebe Johanna, ich freu mich auch, sehr sogar:-)))Wir haben die Kraft zu schaden und zu zerstören. Wir haben die gleiche Macht auch zu heilen. Jetzt beginnen wir uns unserer Schöpferkraft bewusst zu werden.
    Das wir die Kraft haben sie zum Wohle des Ganzen einzubringen, weil es letztlich nur das Ganze gibt.

    Das Ganze, eine unendliche Ansammlung individualisierter Teile, die sich ganz allmählich ihrer Ganzheit wieder bewusst werden. Das lässt sie unsere letztliche Verbundenheit spüren und erleben. Ich bin sicher das alle Teile des Ganzen wieder zusammenfinden. Denn, wenn auch nur ein einziges fehlt, ist das Ganze nicht vollständig und kann sich somit nicht als Eins erleben.

    Deswegen, ist ein jeder Teil so wichtig und trägt immer (Mit)Verantwortung für die gesamten Teile. Es wird Zeit, jetzt wieder nach Hause zu kommen, ich bin dabei:-)))

    alles Liebe, Olaf:-)))

  2. Danke, lieber Olaf, für deinen Kommentar. Und schön, dass du gerade auf diesen Artikel antwortest, denn so hab ich ihn mir selbst auch noch einmal durchgelesen. Das hilft manchmal, sich die eigenen Erkenntnisse nach einer Weile wieder einmal zu Gemüte zu führen. 🙂

    Ja, wir alle als ein großes Ganzes, für das sich jeder Einzelne mitverantwortlich fühlt, das hört sich gut an. Ich würde sogar sagen, wir alle sind ein Teil von Gott, oder anders ausgedrückt, Gott will sich in jedem einzelnen von uns erfahren und ausdrücken, auf seine jeweils ganz spezielle Weise.
    Vor allem will er aber, so glaub ich, jetzt endlich mal Glück und Liebe und Leichtigkeit durch uns erfahren, denn das gabs lange nicht mehr auf der Welt.

    Wird wirklich Zeit dafür.

    Dir auch alles Liebe und bis zum nächsten Gedankenaustausch 🙂

  3. Ja liebe Johanna,
    **….wir alle sind ein Teil von Gott, oder anders ausgedrückt, Gott will sich in jedem einzelnen von uns erfahren und ausdrücken, auf seine jeweils ganz spezielle Weise…..**

    Wir als individualisierter Teil von Gott, so sehe ich es ebenso. Das ist allerdings noch eine echte Herausfforderung an uns Menschen. Sich unseres Erbes und unserer Herkunft bewusst zu werden und vor allem, sie als solche auch zu leben.

    alles Liebe, Dir:-)

  4. Liebe Johanna,
    du hast einen phantastischen Schreibstil. Ich verschlinge grade jeden Artikel hier, obwohl ich doch an einer Website arbeiten wollte und eigentlich nicht viel Zeit habe.

    Jeder Artikel spricht mich an und berührt mich.

    Ich denke, ich bin grade in der Bewusstseinsvorschule eingeschult worden.
    Klasse Vergleich übrigens, und sehr gute Erklärung, warum das mit dem manifestieren meist doch nicht so gut klappt.

  5. Lieber Ingo, hab diesen Kommentar grad erst entdeckt und will ihn nicht unbeantwortet lassen. Danke erstmal dafür, und zum Thema Manifestieren: Ja ich denk auch, nur die positiven Absichten werden sich künftig realisieren lassen. Alles mit negativen Absichten wird scheitern. Und das ist gut so!

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