Schule der Zukunft

Julia erwacht und fühlt, dass sie sich riesig freut. „Worauf?“, fragt sie sich kurz, dann fällt es ihr sofort ein: „Juhu, heute ist ja wieder Schule und sie kann wieder neue spannende Dinge lernen und erleben. Mit einem Satz springt sie aus dem Bett, sie will schließlich nichts versäumen.

Wirklichkeitsvisionen: Schule des Erlebens

Meine Vision: Glückliche Schüler, die mit Spaß das lernen, was wichtig ist.

Sie zieht sich an und läuft fröhlich in den sonnigen Garten, wo Mama, Papa, Oma und Opa beim Frühstück sitzen. „Na, du bist aber früh auf den Beinen“, schmunzelt Mama. „Ja, stell dir vor, wir dürfen heute in der Schule wieder das Telepathieren üben“, sprudelt es eifrig aus Julia heraus, während sie in das knusprige Brot beißt, das Oma ihr auf den Teller legt.

„Gestern hat es schon ganz gut geklappt“, erzählt Julia weiter. „Da konnte ich schon manchmal die Gedanken von Emily lesen, und sie meine. Und heute versuchen wir, mit unseren Eltern zu telepathieren, passt also gut auf, wenn ich euch später anrufe!“ – „Schön“, freut sich Papa. „Dann brauchen wir ja bald kein Handy mehr!“

„Und was steht heute sonst noch auf euerem Stundenplan?“, fragt Opa interessiert. „Mein Lieblingsfach: Andere Länder kennenlernen“, sagt Julia begeistert. „Ach, Erdkunde ist dein Lieblingsfach?“, wundert sich Oma. „Also für mich war das früher langweilig. Ewiges Auswendiglernen, welche Flüsse und Nebenflüsse irgendwo auf der Welt sind, wie die Städte heißen, wie hoch über dem Meeresspiegel sie liegen, wie der geologische Aufbau dort ist, welche Bodenschätze es gibt, wie das Klima ist, was dort angebaut wird, welche Industriezweige es gibt, und so weiter – und wehe man hat etwas nicht gewusst, dann gab es sofort eine schlechte Note.“

„Arme Oma“, lacht Julia fröhlich. „Zum Glück gibt es heute keine Noten mehr. Und Auswendiglernen, ja das war sicher langweilig. Aber wir dürfen die fremden Länder heute richtig erleben. Weißt du, wir machen einfach eine Phantasiereise dorthin. Und dann sehen wir, wie es dort aussieht. Wir gehen an den Flüssen entlang und spazieren durch die Städte, wir treffen die Menschen und leben eine Weile bei ihnen, das ist echt spannend, und wenn wir zurück sind, wissen wir ganz viel über das fremde Land.“

Julia schiebt sich das letzte Stück Brot in den Mund und springt auf. „Aber jetzt geh ich los, Emily hat mich gerade „angerufen“, dass sie draußen auf micht wartet.“ – „Willst du denn keine Schultasche mit Büchern und Heften mitnehmen?“, ruft Mama ihr hinterher. „Aber Mama“, antwortet Julia lachend, „wir schreiben doch nichts mehr in Hefte. Wir schreiben doch alles gleich in unseren Kopf.“

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2 Gedanken zu „Schule der Zukunft

  1. ….genau….und ich geh jetzt wieder zur Schule….Wow….

    vielleicht interessiert Dich auch ein Blog von mir Gesellschaftsbilder, sie berichten von einer künftigen Weltgesellschaft in der alle Nationen und Völker gleich jedweder Religion in Frieden zusammen leben…..es ist noch eine Vision…..aber ich webe schon fleißig mit an ihrer Wirklichkeit….
    Der Träumer:http://gedankenbedenken.wordpress.com/2010/08/16/der-traumer/ beschreibt die neuen Werte, die uralt sind.
    Und hier:http://gedankenbedenken.wordpress.com/category/visionen/gesellschaftsbilder/ gehts dann zu den einzelnen Bildern

    Alles Liebe
    Olaf

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