Kreativ die eigene Begabung leben

Wir sind hier, um kreativ zu sein. Wir sind hier, um unsere Kreativität zum Ausdruck zu bringen. Jeder aus seine ganz persönliche Weise. Denn jeder von uns ist einzigartig. Jeder von uns hat eine einzigartige Begabung, die aber leider oft unter den Zwängen des Alltags begraben wird. Verwirklicht man jedoch diese Begabung und stellt  seine Kreativität der Menschheit zur Verfügung, sind alle glücklich: Derjenige, der seine kreative Begabung „gibt“, und diejenigen, die sie „bekommen“. Das ist – zusammengefasst – die Botschaft des Buches Die Gabe: Entdecke deine Bestimmung und lebe sie: Entdecke deine Gabe und lebe sie
das mir letzte Woche „zufällig“ in die Hände fiel.  

      Das Buch bestätigt meine Überzeugung: Erst wenn man seine ureigene Lebensbestimmung erfüllt, ist man bei sich selbst angekommen, ist man glücklich. Das Buch bestätigt diese Überzeugung aber nicht nur, sondern hilft auch, die eigene „kreative Gabe“ zu finden und motiviert, diese zu verwirklichen.

Die Autoren Demian Lichtenstein und Shajen Joy Aziz  beschreiben zuerst den gegenwärtigen Zustand der Arbeitswelt. Viele Menschen gehen morgens ohne Begeisterung zur Arbeit, bringen den Tag eben so herum, tun etwas, das sie nicht besonders gut können oder nicht wirklich mögen und warten nur auf Feierabend, Wochenende, Urlaub und schließlich auf das Rentenalter:

„Letztlich sind die meisten Menschen gefangen in der Denkschleife, dass die schönen erfüllenden Dinge des Lebens quasi eine Sonntagsbeschäftigung seien, während sie den Alltag mit öden Pflichten zubringen müssten.“

Dabei könnte es ganz anders sein: Ein jeder von uns könnte voller Begeisterung den ganzen Tag das tun, was ihm Spaß macht, was ihn erfüllt, worin er einen Sinn sieht, wobei er seine Kreativität ausleben kann. Jeder könnte die eigene Begabung leben, und alle wären glücklich.

Und Begabung und Kreativität müssen gar nicht immer etwas „Großes“ bedeuten, wie viele Menschen annehmen.  Nein, nicht nur die berühmten Musiker, Maler, Schriftsteller oder Erfinder sind kreativ. Begabt ist auch der Koch, der gerne eigene Rezepte kreiert. Oder der Lehrer, der die besondere Fähigkeit hat, Wissen gut zu vermitteln. Oder der Gärtner, der ein Gespür für Pflanzen hat. Oder das Organisationstalent, das gerne Feste oder Events ins Leben ruft. Kurzum, jeder, der eine Sache besonders gut kann und besonders gerne macht. Und der dabei vor allem auch diejenigen liebt, für die er seine Begabung einsetzt.

Genau dieses Gefühl der Liebe und Begeisterung ist auch ein Indikator, wie nah oder fern man  seiner Lebensaufgabe, seiner Selbstverwirklichung ist. Fühlen wir uns gestresst, überfordert, ausgebrannt, gelangweilt oder unglücklich, heißt das, dass wir nicht das Richtige tun. Dabei wüssten manche Menschen ganz genau, was ihnen mehr liegen würde, wagen aber nicht, das umzusetzen, weil sie zu wenig an ihr Talent glauben, oder weil Außenstehende ihnen die nötigen Veränderungen ausreden wollen.

Um das zu ändern, müssen wir erst einmal ein paar negative Glaubenssätze bezüglich unserer Arbeit ändern. Wichtige neue Glaubenssätze oder Affirmationen sind dann zum Beispiel:

„Ich schaffe alles, was ich will.“

„Wenn ich meine Begabung lebe, fließt mir die Fülle des Universums zu.“

„Ich allein entscheide, was ich tun will.“

Manchmal ist die Begabung aber auch so tief vergraben, dass man sie erst suchen muss. Für diese Suche raten die Autoren, sich in die Kindheit zurückzuversetzen. Was hat das Kind in uns damals so kreativ und  hingebungsvoll gespielt, dass es alles um sich herum vergessen hat? Wovon hat es geträumt? Was wollte es später einmal werden, als es noch nicht von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zwängen (fehl)geleitet wurde?

Oder später als  Jugendlicher? Wofür haben wir da unsere Kreativität eingesetzt? Was waren da unsere Interessen? Unsere Ideale? Wofür haben wir uns mit heißem Herzen engagiert?  Oder jetzt? Welche Tätigkeit machen wir leidenschaftlich gern? Welcher Gedanke lässt Sehnsucht in uns aufkeimen? Was würden wir tun wollen, wenn die Welt uns offen stünde?

Wenn wir das wissen und tun, steht uns die Welt tatsächlich offen. Wir müssen nur damit beginnen, uns unserer Kreativität zu öffnen. Nicht zuviel abwägen, planen, konzeptieren, grübeln, sondern einfach tun. Und zwar immer das, was sich im Herzen richtig anfühlt. Denn mit diesem Gefühl lässt sich Schritt für Schritt der richtige Weg finden, lassen sich alle Zweifel und alle Widrigkeiten überwinden und transformieren in Glück und Fülle. Das Glück der Selbstverwirklichung ist unbeschreiblich. Oder wie es die Autoren ausdrücken:

Wenn Sie erst einmal Ihre Gabe erkannt haben, ist es Ihre Aufgabe, dieser Gabe Ihre ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles wächst und gedeiht, wenn man sich intensiv genug damit beschäftigt.“

Ja, diese Erfahrung mache ich auch immer mehr. Manchmal ist es verblüffend, wie Dinge sich entwickeln. Und ich muss sagen, es fühlt sich gut an und macht mich jeden Morgen neugierig auf einen neuen kreativen Tag.

Möge jeder in der Verwirklichung seiner Kreativität  wahre Erfüllung finden.

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Selbstfindungs-Coaching jk-ganzheitlich-gesund.de

Selbstfindungs-Coaching – denn nur wer sich selbst findet und seine wahre Bestimmung lebt, ist wirklich glücklich!

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3 Gedanken zu „Kreativ die eigene Begabung leben

  1. Keine Ahnung, was kann ich denn? Reden. Ja, schon als Kind wollte ich immer nur kommunizieren. Reden. Hab mir innerlich vorgestellt eine Welt, die für mich lebenswert gewesen wäre. Wollte das immer mit anderen teilen. Aber dann kam meine Mutter und der Rest der Gesellschaft, die mir sehr schnell klar gemacht haben, worum es schließlich im Leben geht. Funktionieren, Leistung, möglichst perfekt sein. Und später, wenn ich Rentner bin, dann könnte ich wohl machen, was ich will.

    Na ja klar, da hatte ich für meine Träumereien dann keine Zeit mehr. Und außerdem hab ich den anderen geglaubt, daß das überflüssig ist.

    Zählt kommunizieren denn auch als Begabung? Und meine Träume, die versuch ich jetzt so ein bißchen auf dem Blog Lichtspielereien von Marina und Olaf aufzuschreiben. Vielleicht kann ich es dort wieder lernen, was ich damals verlernt hab.

    Danke für den schönen Text, Johanna.

    Alles Liebe von Kirstin

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