Dualseelenliebe: Baustelle

Seit ich erkannt habe, dass alles was mir im Außen begegnet, bzw in mein Bewusstsein dringt, auch in mir selbst ist, achte ich immer mehr auf meine Wahrnehmungen, um die Spiegel, die mir geboten werden, auch zu erkennen.

Dabei ist mir jetzt plötzlich eine kleine Begebenheit wieder eingefallen, die ich vor einiger Zeit wahrnahm. Ich hatte das Glück, einer Person, die ich bislang nur virtuell kannte, und die mir sehr, sehr  wichtig ist, erstmals persönlich zu begegnen und ein paar Worte wechseln zu können, zwar nur auf Smalltalk-Ebene aber immerhin…

Wir standen also einander gegenüber und sprachen übers Wetter usw, da schweifte mein Blick die Straße entlang und blieb an einer lärmenden Baustelle hängen. Und ich sagte unvermittelt und wahrscheinlich völlig zusammenhanglos: „Schlimm diese Baustelle!“ Als ich im Nachhinein den kurzen Wortwechsel Revue passieren ließ, fragte ich mich selbst, warum ich da so „dummes Zeug gelabert hatte“.

Inzwischen ist es mir ein bißchen klarer geworden. Die Straßenbaustelle, die ich plötzlich störend wahrnahm, war wohl ein Symbol für die Baustelle in meinem/unserem Inneren. Basteln nicht viele Menschen gerade an einer Innen-Baustelle der Selbstliebe, Selbsterkenntnis und Bewusstwerdung? Ist nicht die ganze Erde eine Art Baustelle? Etwas Neues ist im Entstehen, bisher zeigt sich aber ersteinmal viel Bauschutt und Baulärm.

Ich selbst habe vor ziemlich exakt drei Jahren mein bisheriges Leben zu einer Baustelle gemacht, als plötzlich Dinge in mein Bewusstsein drangen, die mir zeigten, dass ein Umbau nötig war. Seitdem habe ich manches eingerissen, umgemodelt, habe Pläne und Visionen davon, wie der Neubau aussehen soll, habe eine Menge bewusstseinsmäßige Abriss- und Aufbauarbeit geleistet. Aber noch ist das Ganze eben im „Baustellenmodus“, bei dem es auch einmal staubt, rüttelt und lärmt.

Inzwischen liegt aber die Betonung auf Noch. Denn anders als vor ein paar Wochen, empfinde ich die Baustelle in meinem Innenleben nicht mehr als schlimm.  Jetzt fokussiere ich immer mehr auf das Ergebnis und kann es manchmal schon deutlich spüren. Es fühlt sich gut und richtig an.

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4 Gedanken zu „Dualseelenliebe: Baustelle

  1. Liebe Johanna,
    ja, das kenne ich auch gut, auch bei mir staubt es manchmal noch gewaltig 😉 Aber wenn er sich dann verzogen hat, seh ich schon manchmal etwas durchschimmern, etwas, was Lust auf mehr macht und mich mit Macht dort hinzieht, wo es keine Baustellen mehr gibt (oder zumindest keine großen mehr) und alles klar uns sauber ist.

    Ich wünsche dir immer mehr Durchblick und freie Sicht auf deine Träume…
    Alles Liebe Heike

  2. Hallo liebe Johanna,

    witzig ist, ich habe gar keine Pläne mehr. Für mich selbst will ich gar nichts mehr. Nur Bewußtheit und Klarheit. Und die kommt. Und mit ihr das Glück und die Liebe und die Freundschaft.

    Für mich ist es das allerschönste zu fühlen, daß ich ein Geistwesen bin, daß nur eine menschliche Erfahrung macht. So verliert für mich alles den Schrecken. Und ich kann mich immer mehr meinem innen zuwenden und damit automatisch alles in mein Leben ziehen, was zu mir passt. Aber hätte mir das jemand vor einem halben Jahr gesagt, daß ich heute so reden würde, hätt ich es sicher kaum glauben können.

    Ganz viel Glück für Dich, meine Liebe, von Kirstin

  3. Liebe Johanna,

    es ist so wunderbar an sich selbst zu arbeiten. Es ist die dankbarste Arbeit, die wir machen können. Leider brauchen wir Menschen oft erst äußere dramatische Anstöße, um mit dieser Arbeit anzufangen. Wie viel einfacher ist es doch, sich freiwillig daran zu machen. Auch wenn es keine dramtischen Ereignisse im Leben gab. So wie ich es verstehe, fing das bei Dir vor 3 Jahren an. Ich freue mich für Dich!

    Alles Gute und liebe Grüße
    Susanne

  4. Danke euch allen :-).

    Ja Susanne, du hast recht, es ist die dankbarste Arbeit an sich selbst zu arbeiten. Und wohl auch die einzige, die zielführend ist. Denn wenn wir unsere inneren Prägungen erkennen und auflösen, ändert sich alles ganz von selbst.

    Liebe Grüße
    Johanna

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