Angst a.D.

Ich habe heute meine Angst verabschiedet. Mit würdigenden Worten natürlich, wie sich das gehört für jemanden, der so lange so treue Dienste geleistet hat. Hier die Abschiedsrede:

Liebe Angst,

du hast es dir zur Aufgabe gemacht, mich vor allen möglichen Gefahren zu warnen, die du aufgrund jahrtausendelanger Erfahrungen gespeichert hattest. Dafür danke ich dir von Herzen. Doch nun kann ich dich von dieser Aufgabe entbinden, da jetzt Gott wieder die Führung übernimmt und dafür sorgt, dass ich stets geschützt bin, stets das Richtige weiß, sage und tue, stets zur rechten Zeit am rechten Ort bin.

Dir, liebe Angst, wünsche ich einen wunderschönen Ruhestand, du darfst dich zurückziehen, darfst auch gerne als Zuschauer das neue System der Liebe beobachten, aber du musst nicht mehr aktiv eingreifen. Adieu, liebe Angst, und alles Gute.

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8 Gedanken zu „Angst a.D.

  1. Ist echt super klasse – glaube ich werde mir demnächst auch so etwas ähnliches schreiben. Ich glaube, das das mit dem wahrnehmen, annehmen und dann los lassen der richtige Weg ist 😉

  2. Danke euch allen für eure Zustimmung und Ergänzungen, ja wir werden es gemeinsam schaffen, die Angst in den Ruhestand zu befördern. love the world and u and me.:-)

  3. Hi,
    mich würde interessieren was deine Angst zu der Verabschiedung gesagt hat ;-).
    Von welcher Angst hast du dich eigentlich verabschiedet? Von der Angst vor Armut, von der Angst vor Ablehnung, von der Angst vor dem Tod,…
    Habe mich gefreut wieder was auf MM von dir zu lesen. Dachte schon dir reicht es langsam, die Perlen vor die S….. zu kippen;-)

  4. Hallo gelino, gute Fragen, die du da stellst. Also meine Angst war froh, sich zurückziehen zu dürfen 😉
    Und welche Angst ich vor allem hatte? Ich glaube, es war die Angst nicht schön/gut/wertvoll genug zu sein, abgelehnt zu werden, oder die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, vor allem im privaten Bereich… Werd heute mal weiter darüber nachdenken und mich dann vielleicht von jeder Angst im Einzelnen verabschieden. Danke für deine Fragen.

    Und ach ja, bei MM schreibe ich immer dann, wenn ich spontan was zu sagen habe. Freut mich, dass du es gerne liest. 🙂

  5. Hi,
    wollte dich nicht verwirren, denn meiner Meinung bist du auf der richtigen Spur.
    Meiner Überzeugung nach gibt es nur zwei große Gefühle, Liebe und Angst.
    Darauf habe ich für mich bisher alles reduzieren können. Dabei ist Angst am Ende die Abwesenheit von Liebe. :-)) Angst entsteht durch Denken und Denken ist Vergangenheit….

  6. schon gut, du hast mich nicht verwirrt, im Gegenteil, denn Fragen (und selbstehrliche Antworten) schaffen Klarheit. Ja, ich denk auch, die beiden Grundemotionen sind Liebe und Angst. Jahrtausendelang hatte die Angst das Sagen, jetzt werden wir vom Universum mit Liebe geflutet. Und um deinen Satz umzudrehen: Die Liebe ist dann die Abwesenheit von Angst. Wird toll sein, wenn das im gesamten Kollektivfeld so ist… 🙂

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