Vision: Pressefreiheit ist gleich Pressefairness

In meiner heutigen Vision geht es um wahre Pressefreiheit. Ich habe mir gestern nachmittag im Fernsehen ein wenig die Kundgebung in Paris angesehen. Eine Kundgebung gegen den Terror und für die Pressefreiheit. Auf den ersten Blick waren das ja wunderschöne Bilder des Zusammenhalts. Die Politiker vieler Staaten Arm in Arm mutig voran, sehr viele Menschen, die gemeinsam ein Zeichen setzen wollten und mit ihren „Je suis Charlie“-Rufen Solidarität und Stolz bekundeten, Stolz auf die „Pressefreiheit“ in ihrem Land. Auf den 2. Blick sehe ich das Ganze aber ein wenig anders. Hier meine Gedanken dazu. 

Es stimmt, Pressefreiheit ist ein wichtiger Wert, und gerade für einen freiheitlich gesinnten Menschen wie mich sehr wichtig.

Es stimmt auch, dass Terror, Gewalt und Mord zutiefst erschütternd ist. In meiner Vision von der liebevollen Welt wird es so etwas nicht mehr geben.



Vision Pressefreiheit = Pressefairness

Meine Vision: Freiheit und Fairness in der Presse und überall auf der Welt

Aber ich bin nicht nur ein Fan von Freiheit, in diesem Fall Pressefreiheit. Ich bin auch ein Fan von Fairness und Gerechtigkeit. Und ich bin jemand, der sich wünscht, dass andere Menschen, Kulturen, Religionen  respektiert statt auf geschmacklose Weise karikiert zu werden. Und die Karrikaturen, die ich dazu gesehen habe, waren teilweise sehr  geschmacklos.

Vor allem frage ich mich, was sollte mit islamkritischen Karrikaturen bewirkt werden in einer ohnehin schon angespannten Weltlage? Menschen gegeneinander aufhetzen? Die Gefühle zum Eskalieren zu bringen? Tja, das ist ja wohl tatsächlich geschehen, was ich sehr schlimm und traurig finde.

Die innere Einstellung der Menschen gestern auf dieser Kundgebung, dieses Miteinander gegen den Terror, ist das die ganze Wahrheit? Eine Frau, die dazu interviewt wurde, sagt sinngemäß: „Die sollen sehen, dass wir wir uns nicht unterkriegen lassen, auch wenn die zu uns kommen und morden“. Dies ist sicher eine verständliche, menschliche, auf den ersten Blick mutige  Reaktion nach den Terroranschlägen. Aber ist es nicht auch einseitig gedacht?

Könnten die Menschen in Syrien und weiteren Ländern nicht auch sagen: „Wenn die zu uns kommen und morden…?“ Sind nicht wir, also die Regierungen, das Militär, die Soldaten unserer Staaten nicht auch in die Welt der islamistischen Länder eingebrochen und haben gemordet? Und zwar in viel größerem Stil? Mit Kampfeinsätzen, mit Bomben mit Giftgas? Mit der Folge viel größerer Opferzahlen?

Ich weiß, man kann nicht das eine Unrecht mit dem anderen rechtfertigen. Aber man kann fair sein in seiner Meinung und versuchen, die ganze Wahrheit zu sehen. Wo waren die Menschenmassen von gestern, als sie die Bilder der Kriegseinsätze ihres Landes gegen Syrien sahen? Wo war die Presse, die so etwas in Frage gestellt hat? Wo waren die Politiker, die gestern so mutig Arm in Arm gegen den Terror angetreten sind?

In meiner heutigen Vision sehe ich, dass Menschen auf der Welt einander fair behandeln. In meiner Vision sehe ich, dass Menschen FÜR DEN FRIEDEN auf die Straße gehen oder ihre Gedankenkraft darauf richten. Und ich sehe in meiner Vision, dass Politiker Arm in Arm FÜR DEN FRIEDEN auftreten. Und dies nicht nur bekunden, sondern auch wirklich dafür eintreten.

In meiner Vision sehe ich vor allem, dass die Pressefreiheit dafür genutzt wird, auch wirklich frei zu berichten und alle Wahrheiten zu benennen. Ich sehe Pressefreiheit plus  Presseefairness.

Danke, dass sich das jetzt manifestiert.

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4 Gedanken zu „Vision: Pressefreiheit ist gleich Pressefairness

  1. ja, sehr schön abgewogen – die Freiheit des einen endet bei der Freiheit des anderen. Hier die Grezen des anderen zu respektieren, das sollten wir schnell lernen. Ja, Freiheit kann deutlich zu weit gehen. Ein toller Bericht

  2. Hallo freudefinder, herzlich willkommen hier. Danke für deinen Kommentar und die zustimmenden Worte. Ja, du sagst es, die Grenzen des anderen zu respektieren – das sollten wir lernen.
    PS: ich war gerade auf deiner Seite, sehr schön, deine Gedichte. 🙂

  3. Ich glaube an die Macht der Gedanken und besonders der Bilder und frage mich bei Filmen, Armageddon oder independence day ob sich die Macher der negativen Kraft bewusst sind… Ich fürchte micht, sonst würde es solche Filme nicht mehr geben. Wie auch immer, für mein Empfinden überwiegt auch hier die Freiheit dass Menschen ihre Kreativität ausleben dürfen, aber dass solche Dinge dann auch im realen Leben passieren halte ich nicht für einen Zufall…

  4. Lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, ich glaube auch an die Macht der Gedanken, und ich wünschte, es würden nur noch positive Bilder, Filme und Worte verbreitet. Denn auch wenn wir uns persönlich bewusst für das positive entscheiden, wirken solche Dinge über das kollektive Bewusstseinsfeld auf alle ein.
    Und ja du hast Recht, Kreativität ausleben ist schon eine wichtige Form der Freiheit. Aber was die Menschen mit ihrer Kreativität so alles erschaffen… Nein ich wünsche mir, es möge nur noch liebevolle Kreativität für das Leben in unsere Welt gelangen.

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