Gute Kommunikation

Ich übe mich gerade in (fairer) Kommunikation. Während meiner Ausbildung zur Psychologischen Beraterin habe ich viel darüber gelernt.  Aber ich merke gerade in so manchen Gesprächen: Theorie über Kommunikation ist das eine, das Wissen dann aber auch umzusetzen, das andere. 😉 Aber es ist gut, sich immer wieder klar zu machenwie vielschichtig Kommunikation eigentlich abläuft.  

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Gute Kommunikation gelingt, wenn auf derselben Ebene kommuniziert wird.

Kommunikationspsychologen wissen, dass Kommunikation auf vier Ebenen abläuft und sprechen hier vom 4-Ohren Modell.

Das heißt, jeder Satz, den ich zu einem Mitmenschen sage, enthält im Grund vier verschiedene Botschaften. Und jeder, der einen Satz von einem Mitmenschen hört, empfängt vier Botschaften.

Diese 4 Botschaften sind:

  1. Eine reine Sachinformation
  2. Eine Art von Selbstoffenbarung, wie ich persönlich dieses Thema sehe.
  3. Eine Beziehungsdefinition, also die Art wie die beiden Sprecher zueinander stehen.
  4. Einen versteckten oder offenen Appell.

Eine gelungene Kommunikation entsteht dann, wenn die zwei, die sich unterhalten, auf derselben Ebene senden und empfangen. Misslungene Kommunikation entsteht dagegen, wenn dem nicht so ist.

Wenn zum Beispiel eine Sachinformation mit dem (überempfindlichen) Beziehungsohr gehört wird,  kommt es leicht zu Konflikten, umgekehrt aber auch, wenn Beziehungsthemen auf die Sachebene ausgelagert werden. Und natürlich werden unterschwellige Appelle nicht immer verstanden.

Damit das nicht so theoretisch ist, hierzu ein kleines Beispiel.

 

Die Ehefrau sagt „Der Mülleimer quillt schon wieder über.“

Im Grund ist das eine reine Sachaussage und wenn der Ehemann auch nur die Sachebene hören würde, könnte er vielleicht antworten. „Ja, das hab ich auch schon gesehen.“

Das käme aber vielleicht nicht besonders gut an, denn die Frau meinte ihre Aussage  vermutlich als Appell an den Ehemann, sie meinte also: „Bitte bring den Müll raus.“

Warum sie das nicht direkt sagt? Vielleicht deshalb, weil in dieser Botschaft (je nach Wortbetonung), auch etwas auf der Beziehungsebene mit zum Ausdruck kommen kann, wie z.B. der unausgesprochene Vorwurf: „Nie unterstützt du mich.“ Doch gerade das Unausgesprochene wirkt oft manipulierend und erzeugt leicht Ärger beim Gegenüber.

Und was offenbart sie mit so einer Aussage über sich selbst? Dass sie keine direkten Bitten äußern kann oder will, warum auch immer.

Seit ich mir diese unterschiedlichen Ebenen der Kommunikation bewusst gemacht habe, kann ich immer besser  gut und harmonisch kommunizieren.  Zwar noch nicht immer, aber immer öfter 😉

Psychologische Beratung Johanna Kallert

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Gute Kommunikation

  1. Faire Kommunikation… ja, das wäre schön, wenn das klappen würde. Aber zunächst einmal will ich mich für die Nudelsuppe bedanken. 😉

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