Höhenflug der Liebe

Heute ist Ostern. Ostern, das Fest der Auferstehung des gekreuzigten Christus. Auferstehung der so lange gekreuzigten, unterdrückten, sich selbst nicht erlaubten, angstvoll gemiedenen Liebe und Lebenslust. Dabei sind Liebe und Freude, in welcher Form auch immer, das Wertvollste, was wir uns selbst und unserer Welt geben können.

Denn jedes Fünkchen Liebe, das wir verspüren, zu uns selbst, zu unserem Leben, zu unserem Freunden, zu einem ganz besonderen Menschen, der unserem Herzen nahe steht, jedes Fünkchen Liebe, das wir fühlen und ausstrahlen,  wird ins kollektive Feld eingespeist. Jedes Fünkchen Liebe wirkt wie ein Tropfen warmes Wasser in einem (noch zu) kalten See.

Ja leider ist der See des kollektiven Bewusstseinsfeldes noch kalt, weil noch soviel Leid eingespeist wird. Manchmal ist es echtes Leid. Reelles Leid, wie es vielleicht die Hungernden, Gequälten, Trauernden, die Kriegsopfer gerade erleben. Manchmal ist es aber auch nur Leid, das aus unserer nicht erlösten Leidenssucht hervorgeht. Obwohl wir alles haben, was wir zum Glücklichsein bräuchten, suhlen wir uns zu gerne in den tiefsten Frequenzen unserer Seele.

Warum? Weil wir diese Frequenzen gewohnt sind. Weil wir es uns da so gemütlich eingerichtet haben. Weil wir es noch nicht wagen, uns emporzuschwingen in die luftige Höhe des Glücks und der Liebe. Weil wir vielleicht Angst vor dem Absturz haben. Weil uns das so eingetrichtert wurde: Wer glücklich ist, wird das büßen müssen. Und wir glauben lieber solchen fremden Wahrheiten, als uns einmal – wenn auch nur probeweise – emporzuwagen und das Glück zu schnuppern.

Und oft sind wir sogar noch missgünstig. Wenn andere vor Glück sprühen, werden diese  misstrauisch beäugt. Werden kristisiert und unterschwellig gemobbt. Nein, dass da einer die kollektive Leidensclique verlässt, das geht ja gar nicht, da muss man alles tun, um ihn zurückzuzerren.

Dabei wäre wie gesagt jedes Quäntchen Glücksgefühl so nötig. Um die Realität zu verändern. Eine Realität, in der andere das ausbaden müssen, was wir einspeisen.

Doch in einer Zeit, in der Karma immer schneller zurückwirkt auf den Aussender, baden wir auch selbst aus, was wir ins Feld geben. „Jeder bekommt, was er gesät hat“, sagte sinngemäß einst Jesus Christus. Damit sind nicht (nur)  Taten gemeint. Damit sind vor allem auch Gefühle gemeint.

Wer Glücksgefühle ins Feld einspeist, wird reales Glück ernten. Wer Gefühle der Wut oder Missgunst oder Kritik einspeist, wird eben dieses als reale Situation ernten. Universelles Gesetz der Resonanz.

  Und kollektiv ernten wir natürlich das, was wir kollektiv einspeisen. Dass – wie gesagt – die hungernde Familie in Afrika nicht gerade üppiges Glück einspeisen kann, ist verständlich. Aber wir hier, die wir so oft auf hohem Niveau jammern, die wir mit der Lupe nach Problemen und Problemchen suchen, innen wie außen, wir könnten uns endlich klarmachen, wie gut wir es doch haben. Und dieses Gefühl – zumindest der Zufriedenheit, wenn nicht sogar des überströmenden Glücks –  könnten wir in uns zulassen. Und damit uns selbst und anderen Glück bescheren. Es ist nur eine Sache der inneren Entscheidung: Ich fühle mich jetzt  leicht und glücklich. Und schon sind wir das.

Zu einfach für die, die sich auch den spirituellen Weg der Erleuchtung schwer machen wollen? Für diejenigen, die denken, alles was nicht schwer erarbeitet ist, ist schlecht? Denjenigen sei gesagt, Gott will, dass wir es uns leicht machen. Gott will, dass wir endlich alles Schwere in uns und auf unsrer Welt zurücklassen. Wie einen Rucksack, den man einfach abnimmt. Und ohne das alte Marschgepäck sind wir doch frei für Neues.

Ich bin daher dankbar für jeden, der wie ich nach Liebe und Glück strebt. Der Liebe und Glück zum Ausdruck bringt, entweder stillschweigend oder in Worten, Bildern, Gedichten usw. . Der dies vor allem nicht nur als bloßes theoretisches Lippenbekenntnis von sich gibt, sondern das wirklich zu fühlen bereit und mutig genug ist. Und der mich, wenn ich gerade mal abgestürzt bin, motiviert, manchmal auch mit drastischen Worten, immer wieder aufzustehen.

Lassen wir endlich alle die Liebe in uns auferstehen. Heute an Ostern ist ein guter Tag, um damit zu beginnen. Schwingen wir uns einfach ohne Angst empor in die Frequenzen der überströmenden herzöffnenden Liebe. Und wenn wir mal abstürzen oder heruntergezerrt werden, sind wir mächtig und mutig genug, einen neuen Flug zu wagen.

Start frei für unseren Höhenflug der Liebe. Verbinden wir uns miteinander im Geist, wir, die wir uns in immer höhere Sphären vorwagen. Tragen wir einander auf der Welle der Liebe. Finden wir den Weg in die nächste Dimension. Für uns und alle, die uns folgen werden.

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2 Gedanken zu „Höhenflug der Liebe

  1. Liebe Johanna,
    dem ist wieder mal wenig hinzuzufügen 😉 ich sehe das einfach genauso wie du. Ja tragen wir uns gemeinsam und erinnern uns an die Liebe, sie ist schon so schön spürbar, mal überschäumend, mal still und ruhig, doch immer auch Geborgenheit gebend und tief in uns.
    Dir noch ein paar schöne Stunden 🙂
    in Liebe Heike Leandra

  2. Danke liebe Heike für deine Zustimmung. Und danke auch für die Liebe und Freude, die du auf deiner Seite ausdrückst. Ich lese sie täglich, und so manches Mal hat mir deine wunderbare Energie dort geholfen, wenn ich selbst einmal nicht so hoch „fliegen“ konnte. 🙂

    Liebe Grüße von Johanna

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