Gedanken zum Gründonnerstag

Heute ist Gründonnerstag, und mehr als in all den Jahren zuvor stelle ich mir innerlich Fragen um die Bedeutung dieses Tages. Verrat durch Judas, Verhaftung von Jesus, Verleugnung durch Petrus – so lehrte uns die Kirche die Ereignisse rund um den Gründonnerstag. Ich frage mich: Hat sich das alles wirklich so ereignet, oder sind das Symbole. Und wenn ja, was bedeuten sie?

Ich schreibe jetzt einfach auf, was mir intuitiv in den Sinn kommt.

Wer ist Jesus?

Kreuzigung Jesus

Symbolik: Wer oder was ist Jesus wirklich?

Wer oder was ist „Jesus“? Jesus ist das Christusbewusstsein, das Licht, ein vollständig aktiviertes Herzchakra, das fähig zur bedingungslosen Liebe und auch zum bewussten Manifestieren (siehe die Speisung der Fünftausend = Manifestieren von genügend Essen für alle), sowie zum Heilen von Kranken und sogar zum Auferwecken von Toten ist.

In der antroposophischen Medizin wird das Herzchakra der Sonne und dem Metall Gold zugeordnet. Und Gold in homöopathischer Aufbereitung ist tatsächlich ein Heilmittel. Ist Gold als Geld ebenfalls ein Heilmittel für unser krankes System? Goldgeld würde Gerechtigkeit und Frieden schaffen, wie ich hier schon geschrieben habe. Könnte Gold auch dazu beitragen, dass alle Menschen satt werden? Ja, denn die Frequenz der bedingungslosen Liebe, die dieses Metall ausstrahlt und damit unser Herzchakra aktiviert, bewirkt, dass wir einander alle die Existenz auf dieser Welt gönnen, z.B. in Form eines BGE.

Wer ist Judas?

Wer ist aber dann Judas in der Passionsgeschichte? Der Mann, der Jesus verraten hat? Aus Geldgier heißt es oft, denn er habe dafür seinen Judaslohn bekommen. Symbolisiert Judas also die reine Geldgier? Oder wird ihm das unterstellt? Ist die Sache mit dem Verrat nur ein Übersetzungsfehler? Laut wikipedia wird seine Aktivität in dieser Geschichte eigentlich mit „überliefern“, „ausliefern“, „übergeben“ übersetzt. Daraus wurde dann die Aussage abgeleitet, Judas hätte Jesus an dessen Feinde ausgeliefert. 

Warum hat Judas das getan? Er habe die Finanzen der Jünger verwaltet, heißt es in der Bibel, und wohl auch veruntreut. Und an einer anderen Stelle kritisierte er Jesus` Salbung mit einem kostbaren Öl als  „Verschwendung“ und fragte, warum man das Öl nicht verkaufen und das Geld den Armen geben würde. Judas war also eine Art Sozialist, aber kein ehrlicher Sozialist, wie der weiteren Interpretation zu entnehmen ist, sondern einer, der den Reichen das Geld wegnehmen, den Armen aber nur einen Teil davon geben wollte, während er den Rest selbst einbehielt. Ist Judas also ein Symbol für unser derzeitiges pseudo-sozialistisches Staatssystem? Hat man nicht auch das Gold an unsere „Feinde“ ausgeliefert, um dafür Geld zu bekommen?

Oder ist Judas ein Symbol für die staatlichen Banken (Landesbanken), die sogar unsere Infrastruktur an die USA verkauft und nur zurückgeleast haben (Stichwort: Cross Border Leasing).  Und ebenso wie Judas sein Tun bereut  und anschließend seinem Leben ein Ende gesetzt hat, könnte das auch auf Staat und Banken zutreffen. Denn der kurzzeitige Gewinn aus dem Verkaufen von Gold und Infrastruktur (= Leben) weicht den Verlusten aus den zunehmenden Leasing-Raten, was als Selbstmord von Staat und Banken gedeutet werden kann.

Hat Judas damit aber nur Jesus „Erlösungswerk“ ermöglicht? Hat Judas durch sein Tun ermöglicht, dass Jesus (das Gold) vor den Augen des Volkes erniedrigt (fallender Goldpreis), gedemütigt (negative Presse bzgl. Gold) gekreuzigt wurde und (fast) starb, damit es schließlich zu Ostern auferstehen und Liebe in die Welt bringen kann?

Noch ein Gedanke zum Apostel Petrus, dem Verleugner von Jesus, der sein Verleugnen aber bereut und dem Jesus dann verziehen hat? Wie bekannt ist, gilt Petrus als der erste Papst. Ist der Papst also der Verleugner des Goldes, der aber schließlich bereut und dann Jesus Lehre verbreiten hilft?

Was bedeutet Jesus` Erlösung?

Und zuletzt noch die Frage auf den morgigen Karfreitag bezogen: Was bedeutet Kreuzigung in dieser Symbolik? Es wird ja oft gesagt, Jesus hat durch die Kreuzigung sein „Blut“ vergossen für die Erlösung aller Menschen von ihrer „Schuld“. Dazu fällt mir intuitiv der Blutmond vom Karsamstag ein: Sonne und Mond stehen einander genau gegenüber, die Sonne bedeutet Gold, der Mond bedeutet Silber, er wird zudem dem Wurzelchakra für Erdung zugeordnet, und er symbolisiert das Weibliche, vielleicht symbolisiert Silber ja auch die Frau des Jesus, Maria Magdalena, die wohl am meisten unter seiner Kreuzigung litt. Und Maria Magdalena sollte ja auch einmal gesteinigt, also vernichtet, werden…

Die Kreuzigung, die am morgigen Karfreitag symbolhaft stattfindet, kann ich nach wie vor nicht konkret deuten und gehe deshalb gleich zur Auferstehung am Ostersonntag weiter: Gold (und Silber) werden die Menschen der ganzen Welt von den Schulden „erlösen“ und Liebe und Freiheit auf die Welt bringen.

Danke an „Jesus“ und an „Maria Magdalena“, sowie auch  an „Judas“, dass dies so geschehen konnte. Danke.

Warum „Grün“donnerstag?

Und um zuletzt noch mal auf die Wortbedeutung „Grün“Donnerstag zurückzukommen: Ich habe im Internet verschiedene Deutungsversuche gelesen, was das Wort „grün“ bedeuten könnte: Abgeleitet von „Greinen“, bis hin zum Grün des Frühlings als Symbol für Neubeginn, fand ich als mögliche Erklärungen.

Mir fällt noch eine weitere Deutung ein, die nirgends erwähnt ist: Das Herzchakra (Christusbewusstsein) entspricht der Schwingung der Farbe Grün. Der Gründonnerstag beginnt das Herzchakra zu aktivieren. Und wer mit dem Herzen sieht, der findet zu Jesus. Oder so…

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4 Gedanken zu „Gedanken zum Gründonnerstag

  1. Jetzt muss ich doch einen Kommentar abgeben, ich kann nicht anders:
    Johanna, dies ist das Interessanteste, was ich je zu diesem Thema gelesen habe.

    Dass dir zur Kreuzigung nichts einfällt, ist kein Wunder: Sie war zu dieser Zeit nicht üblich. Die Verurteilten wurden in der Wüste an einen Pfahl gebunden, bis sie verdursteten.

    Ich wünsche dir Frohe Ostern!

  2. Danke Herbert, ich freue mich sehr über deinen Kommentar, über dein Lob und über deine ergänzenden Worte. Schön, dass du „nicht anders konntest“.

    Ich wünsche dir auch frohe Ostern!

  3. Danke Dir auch, Johanna! Hab dies Ostern auch die biblische Geschichte mal unter den „neuen“ Aspekten gelesen und einiges viel besser einsortieren können als unter dem dogmatisch-christlichen Mantel. Christus als Höheres Wesen in einer menschlichen Hülle, um uns zu zeigen, dass wir alle Kinder Gottes sind und das begreifen („glauben“) dürfen – jenseits des Egos – dann wird uns auch all das, was Jesus tat, möglich sein.

  4. Danke für deinen Kommentar, Paul. Ja, ich denke auch, das Christusbewusstsein ist in jedem von uns, und jeder kann es in sich erwecken. Und dann werden uns ganz neue Dinge möglich sein.

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